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Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz

Durch die persönliche Assistenz am Arbeitsplatz (PAA) (bzw. während des Studiums oder der Berufsausbildung) werden individuelle Assistenzbedürfnisse aufgrund einer Behinderung abgedeckt und so  Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt für behinderte Menschen gesichert bzw. geschaffen.

Persönliche AssistentInnen führen die Arbeiten durch, die der/die AuftraggeberIn nicht allein durchführen kann und unterstützen bei allen Aufgaben die der/die Auftraggeberin benötigt.

 

Zielgruppe:

Die Zielgruppe für die persönliche Assistenz am Arbeitsplatz sind Menschen mit Behinderungen im erwerbsfähigen Alter in den Pflegestufen 5,6 oder 7. In begründeten Ausnahmefällen können Assistenzleistungen auch für Menschen mit Pflegestufe 3 und 4 in Anspruch genommen werden.

Es muss gegeben sein, das ohne die Assistenzleistung die berufliche Tätigkeit oder die Absolvierung von Ausbildungen nicht möglich ist. Außerdem muss eine fachliche und persönliche Eignung für den ausgeübten oder angestrebten Beruf vorliegen.

 

Persönliche Assistenz beanspruchen können Menschen, die …

  • in einem aufrechten sozialversicherungspflichtigen Dienstverhältnis sind und durch Assistenzleistung die Qualität am Arbeitsplatz steigern oder einen Verlust der Arbeitsstelle verhindern können,
  • selbstständig und gewinnorientiert tätig sind,
  • durch Assistenzleistungen die Aussicht auf ein sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis oder eine selbstständige Erwerbstätigkeit haben oder
  • mit der Hilfe der Assistenz am Arbeitsplatz ein Studium oder eine Berufsausbildung absolvieren können.

 

Assistenzleistungen:

  • Begleitung am Weg zwischen Wohn und Arbeitsplatz. Bei Notwendigkeit auch Wege zur Kinderbetreuung.
  • Begleitung zu dienstlichen Verpflichtungen außerhalb des Arbeitsplatzes (z.B. Fortbildungen, Besuchen von Firmenveranstaltungen).
  • Begleitung und Unterstützung zur Erlangung und Erfüllung von Aufträgen der selbstständigen Tätigkeiten (z.B. Begleitung zu Konferenzen im Haus).
  • Unterstützung von manueller Arbeiten der beruflichen Tätigkeit (z.B. Ablage oder Kopierwege).
  • Assistenz bei der Körperpflege während der Dienstzeiten (z.B. Toilettenwege etc.).
  • Behinderungsbedingte Assistenzleistungen (z.B. Hilfe beim Ein- und Aussteigen aus dem KFZ, An- und Auskleiden der Jacke, Hilfe beim Mittagessen).

 

Erstgespräch:

Im Rahmen des Erstgespräches wird der/die AuftraggeberIn über Ziele und Konzept des Angebotes informiert. Die Vorstellungen und Anliegen des/r AuftraggeberIn werden abgeklärt und eingearbeitet. Darüber hinaus dient das Erstgespräch dazu, Informationen über die Arbeits- und Lebenssituation, den Selbstständigkeitsgrad, den Unterstützungsbedarf sowie die Motivation des/r AuftraggeberIn einzuholen. Auch werden die Aufnahmevoraussetzungen besprochen und individuell abgeklärt.

 

Erstellung des Assistenzplans:

Gemeinsam mit dem/der AuftraggeberIn wird ein Assistenzplan erstellt, der auf den Bedürfnissen und Arbeits- oder Studienzeiten basiert.

 

Mitarbeitersuche:

Gemeinsam mit dem/der AuftraggeberIn wird nach einem/r passenden AssistentIn gesucht. Hier gibt es die Möglichkeit aus den bestehenden MitarbeiterInnen zu wählen oder eine Neuanstellung anzustreben.

 

Start der Assistenz:

Nach dem Start der Assistenz wird zu Beginn eine wöchentliche Evaluierung mit dem/der AuftraggeberIn stattfinden. Diese dient dazu, abzuklären ob der Assistenzplan passend ist oder ob es Änderungen bedarf, um den/die AuftraggeberIn optimal begleiten zu können.


 

 

FördergeberInnen

Kontakt

Dipl.Soz.Beh. Michael Hallmann, Koordinator: Tel. +43/664/8000 6 8025;
E-Mail: michael.hallmann(at)jaw-salzburg.at

Dipl.Soz.Beh. Carina Grabmüller, Pädagogische Leitung: Tel. +43/664/8000 6 8013;
E-Mail: carina.grabmueller(at)jaw-salzburg.at